5 Kräuter, die Hildegard von Bingen besonders schätzte – und was wir heute daraus lernen können

Galgant, Bertram, Quendel, Fenchel und Ysop gehören zu den Kräutern, die in der überlieferten Pflanzenkunde Hildegards von Bingen immer wieder eine besondere Rolle spielen.

Hildegard von Bingen lebte im 12. Jahrhundert – in einer Zeit, in der Kräuter nicht in erster Linie als Nahrungsergänzungsmittel oder fertige Produkte aus der Apotheke betrachtet wurden. Sie gehörten selbstverständlich zum Alltag. Man würzte damit Speisen, bereitete Getränke daraus zu, verwendete Pflanzen in Salben und Umschlägen und versuchte, Beschwerden mit den Mitteln der Natur zu begegnen.

In ihren naturkundlichen und heilkundlichen Schriften finden sich zahlreiche Pflanzenbeschreibungen. Besonders wichtig ist dabei die Physica, eine umfangreiche Naturkunde, in der Hildegard Pflanzen, Tiere, Steine und andere Naturstoffe beschreibt. Ergänzend gibt es die Causae et curae, die sich stärker mit den Vorstellungen von Gesundheit, Krankheit und Behandlung beschäftigt. Die Werke entstanden ungefähr zwischen 1150 und 1160.

Doch was macht gerade einige dieser Kräuter so interessant?

Und welche Bedeutung können sie heute noch haben?


Hildegards Kräuterwissen war mehr als eine Liste von „Heilkräutern“

Wenn heute über Hildegard von Bingen gesprochen wird, entsteht schnell der Eindruck, sie habe ein fertiges System moderner Naturheilkunde entwickelt.

So einfach ist es historisch allerdings nicht.

Hildegard dachte innerhalb des mittelalterlichen Weltbildes. Pflanzen wurden unter anderem nach Eigenschaften wie warm, kalt, trocken oder feucht eingeordnet. Diese Begriffe gehören zur damaligen Humoralpathologie und sind nicht mit modernen medizinischen Kategorien gleichzusetzen.

Interessant ist trotzdem, wie selbstverständlich Pflanzen in den Alltag integriert wurden.

Kräuter waren Würze, Nahrung, Duft, Hausmittel und Bestandteil der klösterlichen Lebensweise.

Und genau hier liegt vielleicht eine der schönsten Anregungen für uns heute:

Kräuter müssen nicht erst zu einem komplizierten Gesundheitsprogramm werden. Man kann sie wieder stärker in den ganz normalen Alltag holen.

Einige der Pflanzen, die Hildegard beschrieb, kennen wir noch heute aus Küche und Garten.


1. Galgant – das würzige Ingwergewächs

Galgant gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten Pflanzen, wenn man sich mit der Kräuterkunde Hildegards von Bingen beschäftigt.

Botanisch handelt es sich um Alpinia officinarum, eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Verwendet wird vor allem das Rhizom, also der unterirdische Spross.

Galgant besitzt ein warmes, würziges und leicht scharfes Aroma.

Damit passt er hervorragend zu einer Küche, in der Gewürze nicht nur für Geschmack, sondern auch für eine bewusste Ernährung eingesetzt werden.

Wie Hildegard Galgant betrachtete

Galgant nimmt in der überlieferten Hildegard-Tradition eine wichtige Stellung ein. Er wurde als wärmendes Gewürz betrachtet und vor allem auch in Zusammenhang mit der Ernährung verwendet.

Das Interessante daran ist: Galgant war bei Hildegard kein exotisches „Superfood“ im heutigen Sinn.

Er war ein Gewürz.

Das ist ein wichtiger Unterschied.

Hildegards Kräuterwissen war stark mit der täglichen Ernährung verbunden. Gewürze sollten nicht nur gut schmecken, sondern wurden als Teil einer bekömmlichen und ausgewogenen Lebensweise verstanden.

So kannst du Galgant heute verwenden

Galgant eignet sich hervorragend für:

  • Gemüsegerichte
  • Suppen und Eintöpfe
  • Reisgerichte
  • Kartoffelgerichte
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzmischungen
  • Kräuterbutter
  • herzhafte Aufstriche

Besonders schön ist seine Kombination mit anderen warm-würzigen Zutaten wie Fenchel, Kümmel oder etwas Ingwer.

Küchentipp: Wenn du Galgant noch nicht kennst, beginne mit einer kleinen Menge. Das Gewürz besitzt ein deutliches Aroma und kann ein Gericht schnell dominieren.

Was davon heute wissenschaftlich gesichert ist

Dass ein Gewürz Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein kann, ist etwas anderes als die Behauptung, es könne Krankheiten behandeln.

Historische Aussagen über Galgant sollten deshalb als Teil der mittelalterlichen Kräutertradition verstanden werden – nicht als moderne Therapieempfehlungen.


2. Bertram – das fast vergessene Gewürz

Bertram ist wahrscheinlich eines der interessantesten Kräuter der Hildegard-Tradition, weil es heute vielen Menschen kaum noch bekannt ist.

Gemeint ist in der historischen Überlieferung Anacyclus pyrethrum, auch Römischer Bertram genannt.

Verwendet wird hauptsächlich die Wurzel.

Und diese besitzt einen ganz besonderen Geschmack:

leicht scharf, würzig und prickelnd.

Genau diese ungewöhnliche Eigenschaft macht Bertram zu einem spannenden Küchengewürz.

Warum Bertram bei Hildegard so interessant ist

Bertram wird in der Hildegard-Überlieferung häufig als wichtiges Gewürz genannt. Er gehört zu jenen Pflanzen, die zeigen, wie eng bei Hildegard Ernährung und Pflanzenkunde miteinander verbunden waren.

Das Gewürz wurde traditionell in Speisen verwendet und war damit kein reines „Heilkraut“.

Das ist für die heutige Betrachtung besonders interessant.

Denn vielleicht liegt gerade darin eine zeitgemäße Idee:

Nicht erst etwas gegen ein bestimmtes Problem suchen – sondern die tägliche Ernährung bewusster gestalten.

Wie schmeckt Bertram?

Wer Bertram zum ersten Mal probiert, erwartet häufig ein gewöhnliches Kräuterpulver.

Doch Bertram ist anders.

Er erinnert entfernt an eine Mischung aus würzig, pfeffrig und leicht scharf. Deshalb eignet er sich besonders für kräftige Speisen.

Du kannst ihn beispielsweise verwenden für:

  • Suppen
  • Gemüsegerichte
  • Kartoffeln
  • Hülsenfrüchte
  • Getreidegerichte
  • Brotaufstriche
  • Kräuterbutter
  • herzhafte Gewürzmischungen

Ein einfacher Küchentipp

Bertram muss nicht in großen Mengen eingesetzt werden.

Eine kleine Prise kann bereits ausreichen, um einem eher milden Gericht mehr Tiefe zu geben.

Wer alte Kräutertraditionen wiederentdecken möchte, kann deshalb wunderbar mit kleinen Mengen experimentieren.


3. Quendel – der wilde Verwandte des Thymians

Quendel ist eines jener Kräuter, bei denen man sofort versteht, warum mittelalterliche Kräuterkunde so eng mit der Natur verbunden war.

Mit Quendel wird in der Hildegard-Überlieferung der Wilde Thymian bezeichnet.

Die Pflanze gehört zur Gattung Thymus und besitzt ein würziges, aromatisches Profil.

In historischen Quellen wird Quendel unter anderem als warm und trocken beschrieben. Diese Begriffe gehören wiederum zum mittelalterlichen medizinischen Denkmodell und sollten nicht als moderne medizinische Beschreibung verstanden werden.

Quendel in der Küche

Quendel ist besonders interessant für Menschen, die gerne mit aromatischen Kräutern kochen.

Er passt zu:

  • Kartoffeln
  • Ofengemüse
  • Pilzen
  • Hülsenfrüchten
  • Suppen
  • Gemüsepfannen
  • Kräuterbutter
  • herzhaften Saucen

Auch in selbst zusammengestellten Kräutermischungen macht sich Quendel hervorragend.

Quendel im Garten

Und hier wird das Kraut besonders schön für einen Naturgarten.

Quendel ist nicht nur ein Küchengewürz. Er ist auch eine typische Pflanze für naturnahe Gartenbereiche.

Sein niedriger Wuchs macht ihn interessant für Kräuterspiralen, Steingärten oder sonnige, eher trockene Stellen.

Damit verbindet er genau das, was die historische Kräuterkunde so faszinierend macht:

Die Pflanze wächst im Garten, wird beobachtet, gesammelt und schließlich in der Küche verwendet.

Was wir heute daraus mitnehmen können

Quendel zeigt sehr schön, dass Kräuterwissen nicht kompliziert sein muss.

Man kann eine Pflanze kennenlernen:

Wie sieht sie aus?
Wo wächst sie?
Wie riecht sie?
Wie schmeckt sie?
Wie kann ich sie in meiner Küche verwenden?

Allein diese bewusste Beschäftigung mit einer Pflanze schafft bereits eine ganz andere Beziehung zur Natur.


4. Fenchel – ein Klassiker, der bis heute in der Küche geblieben ist

Fenchel ist wahrscheinlich das bekannteste Kraut auf dieser Liste.

Und das hat einen guten Grund.

Fenchel ist vielseitig.

Die Pflanze liefert nicht nur die bekannte Knolle, sondern auch Samen und aromatische Blätter.

Bereits in der historischen Kräutertradition spielte Fenchel eine wichtige Rolle. Auch bei Hildegard wird er als Küchenpflanze und in verschiedenen Zubereitungen beschrieben.

Fenchel ist mehr als Fencheltee

Heute denken viele Menschen bei Fenchel sofort an Tee.

Doch gerade in der Küche ist Fenchel ausgesprochen vielseitig.

Die Samen passen beispielsweise zu:

  • Brot
  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • Fisch
  • Hülsenfrüchten
  • Suppen
  • Gewürzmischungen

Die Knolle wiederum kann roh oder gegart verwendet werden.

Ein einfaches Fenchel-Gemüse

Fenchelknollen halbieren, in feine Streifen schneiden und mit etwas Olivenöl langsam in der Pfanne braten.

Dazu passen:

  • Zitronenschale
  • etwas Fenchelsamen
  • Petersilie
  • schwarzer Pfeffer

So entsteht aus einem einfachen Gemüse ein aromatisches Gericht.

Warum Fenchel so gut zu Hildegards Kräutergedanken passt

Fenchel ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass ein Kraut gleichzeitig Lebensmittel und traditionelles Hausmittel sein kann.

Genau diese Verbindung findet sich häufig in historischen Kräutertraditionen.

Dabei sollte man jedoch zwischen Geschichte und moderner Medizin unterscheiden.

Dass Fenchel seit Jahrhunderten traditionell verwendet wird, bedeutet nicht automatisch, dass jede historische Heilaussage wissenschaftlich bestätigt ist.

Gerade bei Kräuterwissen lohnt es sich deshalb, neugierig zu bleiben – aber gleichzeitig kritisch zu unterscheiden.


5. Ysop – ein aromatisches Klosterkraut mit langer Geschichte

Ysop gehört zu den Pflanzen, die heute etwas in Vergessenheit geraten sind.

Botanisch heißt die Pflanze Hyssopus officinalis.

Sie gehört zur Familie der Lippenblütler und besitzt einen intensiven, würzigen Duft.

Auch Hildegard beschreibt Ysop in ihrer Physica. Die Pflanze wird dort innerhalb des mittelalterlichen Systems mit bestimmten Qualitäten und Anwendungen verbunden.

Ysop in der Küche

Ysop besitzt ein kräftiges Aroma.

Deshalb gilt auch hier:

Weniger ist mehr.

Er passt beispielsweise zu:

  • Kartoffeln
  • Bohnen
  • Erbsen
  • Suppen
  • Gemüse
  • Fleischgerichten
  • Kräuterbutter
  • herzhaften Saucen

Besonders spannend ist Ysop in Kombination mit anderen mediterranen Kräutern.

Ysop im Garten

Ysop ist gleichzeitig eine schöne Gartenpflanze.

Die blühenden Triebe wirken dekorativ und machen sich wunderbar in einem klassischen Kräuterbeet.

Wer einen Garten nach historischen Vorbildern gestalten möchte, kann Ysop mit Pflanzen wie Salbei, Thymian, Fenchel und anderen traditionellen Küchenkräutern kombinieren.

So entsteht kein reines „Schaugartenbeet“, sondern ein Garten, aus dem man tatsächlich ernten und kochen kann.


Was diese fünf Kräuter gemeinsam haben

Auf den ersten Blick könnten Galgant, Bertram, Quendel, Fenchel und Ysop kaum unterschiedlicher sein.

Doch sie haben etwas gemeinsam:

Sie lassen sich in den Alltag integrieren.

Und genau das ist vielleicht einer der interessantesten Aspekte der alten Kräuterkunde.

Hildegard beschrieb Pflanzen nicht nur als isolierte Wirkstoffe.

Sie standen in Verbindung mit Ernährung, Jahreszeiten, Lebensweise und dem mittelalterlichen Verständnis von Gesundheit.

Das unterscheidet diese historische Pflanzenkunde deutlich von der heutigen Vorstellung einer einzelnen Pflanze gegen ein einzelnes Symptom.


Ein kleiner Hildegard-Kräutergarten für heute

Wer die Pflanzenwelt Hildegards selbst entdecken möchte, muss übrigens keinen riesigen Klostergarten anlegen.

Schon ein kleines Beet oder einige Töpfe reichen.

Für einen einfachen Kräutergarten eignen sich beispielsweise:

Fenchel
Für Küche und Samen – benötigt einen sonnigen Platz.

Ysop
Aromatisches Würzkraut und attraktive Blühpflanze.

Quendel
Ideal für sonnige, eher trockene Standorte.

Salbei
Ein Klassiker der historischen Klostergärten.

Thymian
Kompakt, aromatisch und für sonnige Plätze geeignet.

Und für alle, die Hildegards weniger bekannte Gewürze kennenlernen möchten:

Bertram und Galgant können als getrocknete Gewürze in der Küche ausprobiert werden.

Damit wird aus Kräuterwissen etwas ganz Praktisches.

Man liest nicht nur über Pflanzen.

Man riecht, schmeckt, pflanzt, erntet und kocht mit ihnen.


Was Hildegard von Bingen uns heute tatsächlich lehren kann

Vielleicht ist es gar nicht notwendig, jede einzelne Aussage Hildegards auf die heutige Zeit übertragen zu wollen.

Viel interessanter ist es, sich zu fragen:

Was steckt hinter ihrer Art, Pflanzen zu betrachten?

Eine Antwort könnte lauten:

1. Essen darf mehr sein als reine Kalorienzufuhr.

Kräuter und Gewürze machen einfache Lebensmittel aromatischer und abwechslungsreicher.

2. Wissen über Pflanzen schafft Verbindung zur Natur.

Wer weiß, welches Kraut gerade im Garten wächst, betrachtet seine Umgebung anders.

3. Alte Pflanzenkenntnis ist kulturelles Wissen.

Hildegards Kräuterbeschreibungen sind heute nicht nur wegen möglicher Anwendungen interessant. Sie geben uns auch einen Einblick in die Lebenswelt des Mittelalters.

4. Nicht jede historische Aussage ist eine moderne Therapieempfehlung.

Das ist besonders wichtig.

Die mittelalterliche Medizin basierte auf anderen Vorstellungen über den menschlichen Körper als die heutige Medizin. Historische Anwendungen sind deshalb interessant, müssen aber historisch eingeordnet werden. Die Forschergruppe Klostermedizin weist ausdrücklich darauf hin, dass Hildegards Schriften als natur- und heilkundliches Erfahrungswissen des Mittelalters verstanden werden sollten und keine eigenständige moderne „Therapiemethode“ darstellen.

5. Kräuterwissen beginnt in der Küche.

Vielleicht ist das die schönste Möglichkeit, diese alte Tradition wiederzuentdecken.

Nicht mit komplizierten Kuren.

Sondern mit einer kleinen Prise Quendel auf Kartoffeln, etwas Fenchel im Gemüse, Ysop in einer Suppe oder Galgant in einem würzigen Gericht.


Ein wichtiger Blick auf „Hildegard-Medizin“ heute

Der Name Hildegard von Bingen wird heute für sehr unterschiedliche Produkte, Ernährungskonzepte und Gesundheitsversprechen verwendet.

Hier lohnt sich ein genauer Blick.

Nicht alles, was heute als „nach Hildegard“ verkauft wird, lässt sich tatsächlich eindeutig auf ihre mittelalterlichen Schriften zurückführen.

Auch die moderne Bezeichnung „Hildegard-Medizin“ ist historisch nicht einfach mit dem gleichzusetzen, was Hildegard selbst im 12. Jahrhundert geschrieben hat. Die heutige Rezeption wurde unter anderem im 20. Jahrhundert stark weiterentwickelt.

Deshalb lohnt es sich, zwischen drei Ebenen zu unterscheiden:

Was steht tatsächlich in den historischen Quellen?

Was wurde später aus diesen Quellen entwickelt?

Was wissen wir heute über die betreffende Pflanze?

Diese Unterscheidung macht Kräuterwissen nicht weniger faszinierend.

Im Gegenteil.

Sie macht es glaubwürdiger und wertvoller.


Fazit: Alte Kräuter, neues Bewusstsein

Galgant, Bertram, Quendel, Fenchel und Ysop erzählen nicht nur etwas über fünf Pflanzen.

Sie erzählen von einer Zeit, in der Menschen ihre Umgebung sehr genau beobachten mussten.

Man wusste, welche Pflanzen im Garten wuchsen, welche Gewürze in die Küche gehörten und welche Kräuter gesammelt werden konnten.

Hildegard von Bingen hat einen Teil dieses Wissens in ihren naturkundlichen Schriften überliefert. Ihre Physica gehört damit zu den wichtigen Quellen mittelalterlicher Pflanzen- und Naturkunde. Gleichzeitig ist es wichtig, ihre Aussagen in ihrem historischen Zusammenhang zu lesen und nicht automatisch als moderne medizinische Empfehlungen zu verstehen.

Vielleicht liegt gerade darin der größte Wert dieses alten Wissens.

Wir müssen nicht alles aus dem Mittelalter übernehmen.

Aber wir können wieder lernen, genauer hinzusehen.

Eine Pflanze kennenlernen.

Ihre Geschichte erfahren.

Sie im Garten beobachten.

Und schließlich ein wenig davon in unsere Küche holen.

Denn manchmal beginnt Naturwissen nicht mit einer komplizierten Theorie.

Sondern mit einer kleinen Pflanze, die vor unserer Haustür wächst.


Die fünf Kräuter auf einen Blick

KrautHistorische BedeutungVerwendung heute
GalgantWürziges Gewürz der Hildegard-TraditionSuppen, Gemüse, Reis, Gewürzmischungen
BertramBedeutendes, heute weniger bekanntes GewürzGemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Aufstriche
QuendelWildes Thymiangewächs, aromatisches WürzkrautKartoffeln, Gemüse, Suppen, Kräutermischungen
FenchelKüchen- und traditionelles KräuterkrautKnolle, Samen, Tee, Gemüse, Brot
YsopAromatisches KlosterkrautSuppen, Gemüse, Kartoffeln, Kräuterbutter

Hinweis: Die historischen Anwendungen in diesem Artikel beschreiben überliefertes Wissen aus der mittelalterlichen Pflanzen- und Heilkunde. Sie sind nicht als Diagnose- oder Behandlungsempfehlungen zu verstehen. Bei Beschwerden, Erkrankungen, Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme oder Unsicherheit sollte die Verwendung von Heilpflanzen mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer entsprechend qualifizierten Fachperson besprochen werden.

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